In einem der am stärksten umkämpften Märkte der Schweiz – dem Finanzsektor – haben wir bewiesen, dass Effizienz kein Zufall ist. Durch eine hochgradig segmentierte Search-Strategie und datengestütztes Remarketing konnten wir die Kosten pro Antrag (CPA) massiv senken und gleichzeitig die Abschlussrate vervielfachen. Dieser Case zeigt, wie trotz komplexer Antragsstrecken und hohem Wettbewerbsdruck im Q4 skalierbare Erfolge erzielt werden können.
Ausgangslage
Unser Kunde trat mit der Herausforderung an uns heran, die digitale Akquise von Kreditkarten-Anträgen über Google Ads zu professionalisieren. Die Branche ist geprägt von einem extremen Wettbewerb, insbesondere während der Peak-Season (Black Friday und Weihnachtsgeschäft), in der die Klickpreise (CPCs) marktweit explodieren.
Vor dem Projektstart fehlte es an einer granularen Struktur, um die unterschiedlichen Nutzerintentionen – von der allgemeinen Suche nach „Kreditkarten-Vergleich“ bis hin zur gezielten Suche nach spezifischen Karten-Vorteilen – effizient abzugreifen. Ziel war es, die Sichtbarkeit in der Schweiz (DE, FR, IT) sicherzustellen, ohne in der CPC-Spirale an Profitabilität zu verlieren.
Ziele
Das Kampagnenziel war klar definiert: Wachstum bei maximaler Effizienz.
- Volumen: Signifikante Steigerung der validen Kartenanträge über den Web-Kanal.
- Effizienz: Kontinuierliche Senkung der Kosten pro Antrag (CPA).
- Qualität: Steigerung des hochrelevanten Traffics.
Herausforderungen
Der Case war durch drei spezifische Hürdengeprägt, die ein Standard-Setup unmöglich machten:
- Die „Tracking-Lücke“: Ein erheblicher Teil der User konvertiert via App. Da diese Mobile-Abschlüsse technisch nicht direkt den Web-Kampagnen zugeordnet werden konnten, mussten wir die Web-Daten nutzen und die Kampagnen auf Basis von unvollständigen Daten hochgradig präzise steuern.
- Der 19-Schritte-Funnel: Die Antragsstrecke für Kreditkarten ist aufgrund regulatorischer Anforderungen lang und komplex. Bei 19 Schritten ist die Absprungrate natürlich hoch. Hier durften nur User mit höchster Abschlussintention in den Funnel geleitet werden.
- Leakage-Effekte: Die Landingpage bot Ausstiegswege zur Hauptseite des Kunden. Diese User gingen für das direkte Tracking verloren, obwohl sie später oft über andere Pfade konvertierten.
Vorgehensweise / Strategie
Um diese Hürden zu überwinden, implementierten wir eine Full-Funnel-Strategie auf Search-Basis:
- Granulares Keyword-Clustering: Wir unterteilten die Kampagnen in „Branded“ (Schutz der Eigenmarke) und „Generic“ (Eroberung von Marktanteilen). Dies erlaubte uns eine differenzierte Gebotssteuerung je nach Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses.
- Trilinguale Aussteuerung: Kompletter Aufbau und Optimierung in Deutsch, Französisch und Italienisch, um die gesamte Schweiz nativ abzuholen.
- Multi-Channel Remarketing (Demand Gen & Display): Nach der initialen Phase implementierten wir ein gezieltes Remarketing. User, die den Prozess begannen, aber abbrachen, wurden mit spezifischen Visuals (erstellt nach unseren Best Practices für Conversion-Stärke) erneut angesprochen, um sie zurück in den Funnel zu holen.
- Radikale CPC-Optimierung: Durch kontinuierliche Optimierungen konnten wir die Relevanz so stark steigern, dass Google uns mit deutlich niedrigeren Klickpreisen bei gleicher Position belohnte.
Resultate
Die konsequente Optimierung schlug sich unmittelbar in den Kennzahlen nieder. Insgesamt konnten wir für den Kunden eine beeindruckende Marktpräsenz mit über 285’000 Impressionen sicherstellen. Besonders signifikant war die Entwicklung der Klickrate (CTR), die wir von initialen 7% auf herausragende 23% steigern konnten. Diese enorme Steigerung der Relevanz ermöglichte es uns, den durchschnittlichen Klickpreis (CPC) in der Suche von über CHF 4 auf CHF 1.08 zu senken – eine Reduktion um fast 75%.
Diese Effizienzgewinne wirkten sich direkt auf das Hauptziel aus: Trotz der komplexen 19-Schritte-Antragsstrecke wurden knapp 1’000 zusätzliche Anträge generiert. Dabei sank die CPA (Kosten pro Antrag) um 62%. Damit haben wir nicht nur das Volumen erhöht, sondern auch die Wirtschaftlichkeit des Kanals mehr als verdoppelt.
Fazit
Dieser Case beweist: Auch in herausfordernden Branchen mit langen Conversion-Pfaden und Tracking-Einschränkungen ist Performance-Marketing einer der stärksten Wachstumstreiber, wenn die Strategie stimmt. Der Schlüssel zum Erfolg war hier nicht das reine Budget, sondern die handwerkliche Präzision in der Kampagnenstruktur und das Verständnis des Funnels.
Durch die massive Senkung der CPA konnten wir den Kanal zu einem hochprofitablen Akquise-Instrument transformieren. Der Erfolg basierte hier auf dem Zusammenspiel aus Kampagnenstruktur, dem richtigen Gespür für Zielgruppen und einer kontinuierlichen Datenanalyse. Er zeigt, dass SEA ein strategisches Werkzeug ist, um Nutzer*innen trotz komplexer Prozesse sicher zum Ziel zu führen und Marketingbudgets in echtes Wachstum zu transformieren.
Mit über 285’000 Impressionen sicherten wir dem Kunden eine dominante Marktpräsenz in einem hochkompetitiven Umfeld. Besonders hervorzuheben ist dabei die Senkung des CPCs um 74% bei gleichzeitiger Verdreifachung der CTR – ein klarer Beleg für die gesteigerte Relevanz der Anzeigen und unsere methodische Tiefe. Erfahren Sie auf unserer SEA-Seite, wie wir diese Expertise nutzen, um Google Ads von einem Kostentreiber in einen skalierbaren Wachstumskanal zu transformieren.
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welche ungenutzten Potenziale in Ihrem Setup schlummern und wie wir Ihre Performance auf das nächste Level heben können.
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Selene Marogna
Lead Performance Marketing