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Instagram Ads: Das erste Fazit

Instagram Ads

Seit Ende September sind die Instagram Ads nun also auch in der Schweiz verfügbar. Doch warum sollte man auf Instagram Werbung schalten und warum ist genau diese Plattform so attraktiv? Während bei den Marketern die Freude gross ist und sich die besten Tipps und Infografiken zu Instagram Ads türmen, reagieren die Nutzer von Instagram eher allergisch auf die Werbung. Aber nicht alle sind nur positiv oder negativ gestimmt. In den beiden Lagern spalten sich die Meinungen. Die Hashtags #instagramads und #instaads überschlagen sich und sind eine bunte Mischung aus Meinungen beider Seiten.

Was sind Instagram Ads?

Zuerst eine kurze Erklärung der Instagram Ads. Die Ads werden mit dem Power Editor und der API für Facebook-Werbeanzeigen erstellt. Dazu wird ein Facebook-Werbekonto benötigt, ein Instagram Konto ist nicht nötig, wird aber empfohlen da sonst nicht auf Kommentare geantwortet werden kann. Die Ads sind in folgenden Formaten verfügbar:

  • Foto Ads
  • App Install Ads
  • Video Ads
  • Carousel Ads
  • Instagram Marquee Ads

Laut Instagram sollte das Erlebnis nicht gestört werden und die Anzeigen werden mit einem “Gesponsert” in der rechten oberen Ecke gekennzeichnet. Die Nutzer können mit den Ads gleich interagieren, wie mit anderen Usern, das heisst sie können dem Unternehmen folgen, das Foto kommentieren oder ein “Gefällt” geben. Vorerst konnten nur ausgewählte Partner von Instagram Werbung schalten, mittlerweile hat die Facebook-Tochter aber diese Option für alle Unternehmen geöffnet.

Warum lohnen sich Instagram Ads?

Mit mehr als 300 Millionen aktiven monatlichen Usern, täglich mehr als 70 Millionen hochgeladenen Bildern und recht jungem Publikum, ist Instagram das am schnellsten wachsende Social Network weit und breit. Vor allem für Unternehmen dessen Zielgruppe zwischen 18 und 29 ist, könnten Instagram Ads extrem interessant sein, denn 50% dieser Altergruppe sind auf der Plattform vertreten. Doch wie sieht das in der Schweiz aus? Laut Thomas Hutter sind 450’000 Personen in der Schweiz auf Instagram und auch hierzulande ist das Publikum extrem jung. 66% der Schweizer Instagram User sind zwischen 13 und 29 Jahre alt. Weltweit sind allerdings mehr Frauen (68% in 2014) als Männer (32% in 2014) auf Instagram vertreten. In der Schweiz ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern ausgeglichener mit 51% Frauen und 49% Männern in 2015. Schweiz Instagram User Das Targeting bei Instagram ist sehr präzise, nicht nur Alter, Geschlecht und Wohnort, sondern auch Interessen und Vorlieben können ausgelesen werden, da das Targeting von Facebook zur Verfügung gestellt wird. Das bietet Marketern die Möglichkeit personalisierte Werbung auszuspielen. Zusätzlich bieten die Instagram Ads Unternehmen die Möglichkeit mit Ihren Kunden und Usern zu interagieren und dessen Engagement zu fördern.

Was meinen die Marketer?

Bei den Marketern herrschte grosse Vorfreude auf die Instagram Ads. Es gibt Unmengen von “How to” Artikel, Best Practice Guides und Infografiken. Gleichzeitig werden aber auch negative Stimmen gross. Die Rede ist von Schleichwerbung bis hin zum unausgereiften Power Editor von Facebook über höhere CPC und längere Annahmezeiten.

 

Instagram Ads werden von Marketern begrüsst, da sie beachtliche Interaktionspotenziale und hohes User Engagement liefern. Instagram Werbung bietet gute Ergebnisse für relativ niedriges Budget. onlinemarketing.de bezeichnet die Instagram Ads dahingegen als Schleichwerbung. Marken die Produktplatzierung von Influencern in Anspruch nehmen und dabei die “Kennzeichnung” vergessen, könnten dadurch das Vertrauen der Nutzer verlieren.

Was meinen die Instagram User?

Seit dem Launch der Instagram Ads beschweren sich die User darüber. Doch was genau stört die User an der Werbung? Schliesslich nutzen alle gängigen Social Networks Werbung, um sich zu finanzieren.

Viele User beschweren sich über die abnehmende Qualität der Ads. Anfangs fanden sie die Werbung noch ansprechend und kreativ gestaltet. Seitdem die Werbefunktion aber allen Unternehmen zur Verfügung steht, beschweren sich die Nutzer über schlechte Bildqualität und billig wirkende Werbung.

Oliver Schwuchow meint “Einige der Bilder sehen aus wie verwackelt und bei schlechtem Licht mit einem Nokia 7650 geschossen. Lieblos abgefertigt und ohne Gedanken hochgeladen.” Wieder andere User beschwerten sich, dass die Landing Pages der Ads dann nicht einmal mobile-friendly gestaltet waren.

Die Nutzer beschweren sich auch über die Häufigkeit der Werbung. Twitter gab zu diesem Thema eine Studie in Auftrag und ca. 60% der Befragten stimmten zu, dass die Werbung seit Kurzem vermehrt in ihrem Feed erscheint und das verärgert die User.

Die Gulli Redaktion fand heraus, das “Über 40 Prozent sind unzufrieden, rund 26 Prozent sind sich nicht sicher und rund 33 Prozent finden es ok, dass mehr Werbung gezeigt wird.” Einige User empfinden die Instagram Ads einfach als störend, ohne Angabe von Gründen. Diese Gruppe macht wohl den Grossteil der Kommentare zur Werbung auf Instagram aus.

Unter den vielen negativen Kommentaren, finden sich aber auch ein paar positive. Einige Nutzer finden die Ads noch in Ordnung bzw. hatten sie noch nicht in Ihrem Feed.

Allgemeines Fazit

Instagram Ads bringen viele Vorteile für Werbetreibende mit sich. Hohe Interaktion und User Engagement sind nur zwei davon. Allerdings sollte man dringend darauf achten, dass die Werbung nicht als Schleichwerbung wahrgenommen wird. Zusätzlich sollten die Ads qualitativ hochwertig, kreativ und relevant sein. Vor allem, da die meisten Instagram User über die Einführung der Ads verärgert sind. Die Frequenz der Ads kann der Werbetreibende nicht beeinflussen, sehrwohl aber die Landing Pages der Werbung- diese müssen mobile-friendly sein.

In einem sind sich Marketer und User aber einig: wenn die Ads gut gemacht und relevant sind, haben sie einen Vorteil für beide Seiten!

Was Ihr noch beachten solltet

Es gibt drei Grundprinzipien für Instagram, die für Privatpersonen und Unternehmen gleichermassen gelten. Erstens das Following-Prinzip, auf Instagram gibt es die Möglichkeit die Bilder und Videos von Usern zu abonnieren. Dadurch werden diese im News Feed (wie bei Facebook) angezeigt. Das bietet euch die Möglichkeit mit euren Kunden zu interagieren und diese besser “kennen zu lernen”.

Zweitens: #Hashtags. Hashtags werden benutzt um den Bildern oder Videos Kontext zu verleihen, aber vor allem damit euer Post zu dem Hashtag gefunden wird. Solltet ihr noch Hilfe bei Hashtags suchen, probiert doch einmal dieses Tool.

Und drittens das kommunizieren mit Usern via @[Benutzername]. Dadurch bekommt der andere Benutzer eine Benachrichtigung und ein Dialog kann begonnen werden. Damit könnt ihr zum Beispiel auf Kommentare von Benutzern antworten, etc.

Ihr könnt und solltet Instagram nutzen, um eure Produkte und wie sie entstehen zu zeigen, um den Produktnutzen aufzeigen, um einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren, um euer Büro und Arbeitskultur zu zeigen, sowie eure Mitarbeiter vorzustellen oder eure Follower auf Veranstaltungen mitzunehmen. Einfach gesagt, könnt ihr eure Zielgruppe besser involvieren und mit ihnen interagieren.

 

Sarah Pein
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