7 Hands-on Tipps für erfolgreicheren Content Outreach

von Nicole Treipl
07.10.2015
Tipps für Content Outreach

Wer von euch kennt die folgende Situation: Der Blog steht, es wurde viel Zeit und Geld in die Produktion des besten, unterhaltsamsten und informativsten Inhalts in der Branche investiert – und trotzdem zeigt Google Analytics, dass sich in Sachen Besucher kaum etwas bewegt auf dem Blog. Von Social Shares, Links und Kommentaren ganz abgesehen. Nun, was könnte besser gemacht werden?

Eine grossartige Strategie und exzellente Inhalte alleine bringen noch keinen Erfolg. Im oben beschriebenen Szenario wurde in Sachen Content Marketing-Strategie wohl so einiges richtig gemacht. Die Planung der Distribution des Contents scheint jedoch vernachlässigt worden zu sein.

Even brilliance can go unnoticed.
Stacey MacNaught

Stellt sicher, dass eure Inhalte die verdiente Aufmerksamkeit bekommen! Um die Inhalte erfolgreicher an die Zielgruppe zu bringen, zeigen wir euch sieben direkt anwendbare Tipps für Content Outreach.

1. Gruppiere Outreach Targets nach Branchen-Einfluss

Achte beim Erstellen der Outreach Liste darauf, die Targets nach ihrem Einfluss in verschiedene Gruppen einzuteilen. Die Gruppeneinteilung bestimmt, für welche Targets am meisten Zeit in die Kontaktaufnahme und -pflege investiert werden soll.

Die Einteilung könnte so aussehen:

2. Kontaktaufnahme: je früher desto besser

Die Meinungsmacher einer Branche sind diejenige, die ihr unbedingt ins Boot holen solltet – so früh wie möglich. Konkret heisst das, dass der Kontakt noch vor der Produktionsphase hergestellt werden sollte. Das Interesse der Journalisten / Blogger soll geweckt und Involvement generiert werden. Die Zusammenarbeit soll auf Gegenseitigkeit beruhen. Fragt, wie sie von eurem Content profitieren oder welche Inputs sie euch geben können.

Kommt es zu einem Informationsaustausch, nutzt diesen als Basis für eine langfristige Zusammenarbeit. Kontakte müssen gepflegt werden. Und vergesst nicht, die Informationsquellen im Content anzugeben.

3. Der E-Mail-Betreff als Türöffner

Der E-Mail-Betreff sowie Social Teasers entscheiden über Öffnen oder Löschen bzw. Ignorieren. Dementsprechend müssen die wenigen Worte einfach sitzen. Schreibt mehrere Varianten und versendet Test-E-Mails (auch an euch selber), um die Wirkung der Betreffzeile “in Action” zu sehen. Auch mit verschiedenen Überschriften solltet ihr direkt auf dem Content-System spielen, um einen realen Eindruck des Endresultats zu bekommen.

Was wirkt besser? Fragt unbeteiligte Personen. Verwendet die besten zwei Varianten für die Content-Distribution und wertet die Rücklaufquoten aus, um für die Zukunft wertvolle Insights zu gewinnen. Testen, testen, testen ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg.

4. Wer steckt hinter der E-Mail Adresse?

Nicht nur in das Testing der Überschriften sollte Zeit investiert werden, entscheidend ist auch die persönliche und Relevanz signalisierende Ansprache der Outreach Targets. Über den Erfolg entscheidet nicht die Länge der Outreach-Liste mit den Targets – viel wichtiger ist, dass ihr im Vorhinein relevante Journalisten / Blogger recherchiert und diese persönlich anschreibt. In diesem Fall geht Qualität definitiv vor Quantität.

Folgende Fragen solltet ihr euch jeweils stellen:

  • Interessieren sich Journalisten / Blogger gemäss ihren Social Media Kanälen für die Thematik?
  • Haben sie vielleicht bereits einen Artikel im Themenbereich veröffentlicht?
  • Verfügen sie über neue, überraschende, ergänzende Daten, welche für die Journalisten von Interesse sein könnten?
  • Nutzt das recherchierte Wissen für die Ansprache.

Erfahrungsberichte von Journalisten:

5. Beschreibung muss genau so gut sein wie der Content selber

Der Content kann noch so brilliant sein – wenn ihr eure Inhalte unzureichend anpreist, werden sie nur einen Bruchteil der verdienten Aufmerksamkeit bekommen. Liefert überzeugende Argumente, warum der Content für eine Person und ihre Zielgruppe relevant ist. Der Text soll sich eben nicht nur auf den Sender, sondern vor allem auf den Empfänger beziehen. Und haltet euch kurz: “short and sweet” sollte der Beschreibungstext sein.

The worst pitches are either the ones that say: ‘Hey, you wrote about farm widgets last week. How about writing about our farm widget?’

Each pitch assumes that everyone will be automatically interested in this amazing news/product/promotion/cause.

Blogger einer grossen Tech Seite

6. Überschrift muss überzeugen, aber auch halten, was sie verspricht

Für Überschriften gilt dasselbe wie für E-Mail-Betreffzeilen. Es sind diejenigen Formulierungen, für die am meisten Zeit aufgewendet werden sollte. Studien zeigen, dass viele Leute Inhalte nur aufgrund der Überschrift teilen, ohne den eigentlichen Content angeschaut zu haben. Wenn jemand jedoch weiter liest, sollten seine Erwartungen erfüllt werden.

Bleibt bei der Überschrift bei den Tatsachen!

7. Content zusätzlich pushen – beispielsweise mit “Discount AdWords”

Profitiert vom Auktions-System von AdWords und bietet auf nicht-kompetitive Keywords. Wenn niemand auf ein Keyword bietet, könnt ihr für eure Inhalte sehr günstig Traffic generieren. So bietet beispielsweise kaum jemand auf Keywords in Kombination mit Tipps, Guide, gratis, “wie funktioniert…”. Solche Chancen unbedingt nutzen.

Als Fazit kann gesagt werden, dass Outreach frühzeitig geplant und gut durchdacht sein sollte, dass jedoch die wenigen erwähnten Tipps bereits einen grossen Unterschied für den Erfolg machen können.

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