Suchmaschinenoptimierung

Key Takeaways von der BrightonSEO 2015

Auch in diesem Frühjahr war BlueGlass an der „grössten und besten“ Brighton SEO seit Bestehen der Konferenz vertreten und hat – mit 1’700 weiteren Besuchern – die Ohren gespitzt, um die neusten Insights der Suchmaschinenmarketing-Szene aufzusaugen. Dabei war es auch dieses Jahr eine Herausforderung, sich jeweils für eine von 3 Sessions zu entscheiden. Wir haben uns jedoch dazu durch gerungen und da man Wissen bekanntlich teilen soll, sind hier die Key Takeaways, die wir davon mitgenommen haben.

 

Key Takeaways der BrightonSEO 2015 | www.blueglass.ch

Mobile, mobile, mobile

Da „Mobilegeddon“ direkt um die Ecke lauert (21. April!!), war Mobile natürlich ein grosses Thema an der Konferenz. Gleich in der ersten Session kam Gilly Illyes von Google Schweiz auf den Mobile Algorithmus zu sprechen und kündigte an, dass das Update einen grösseren Einfluss haben wird als Panda und Penguin zusammen. Ausserdem wird das Update nur die mobile Suche betreffen, nicht die Suche auf Tablets und wirkt sich nur auf Page Level aus, nicht auf die ganze Site. Page Speed wird dabei nicht berücksichtigt, es geht also ausschliesslich um Mobile Usability.

Get Local!

Auch die u.a. mit Mobile zusammenhängenden Änderungen des Suchverhaltens waren so gut wie in jeder Session präsent. So wiesen z.B. Paul Baguley oder Greg Gifford auf die Dringlichkeit hin, dass man mit seiner Dienstleistung bei lokalen Suchergebnissen gefunden wird und sprachen eine Reihe an Empfehlungen für Local SEO aus:

  • Google My Business: Richte dir eine Seite ein, vervollständige und pflege  diese aktiv
  • Versuche Reviews zu bekommen – 88% der Konsumenten vertrauen Online Bewertungen ebenso sehr wie Bewertungen von Freunden oder der Familie
  • Citation Signals – Finde Online Citations und sorge dafür, dass Name, Adresse und Telefon absolut konsistent mit den Daten auf deiner Seite sind

Mobile First! Marketing is Mobile Marketing!

Auch Vicke Cheung ging auf das grosse Thema Mobile im Kontext von Content ein. Man solle die tatsächliche Bedeutung von Mobile First annehmen:

  • Designe Content zuerst für Mobile und erst dann für die anderen Devices
    • So bist du angehalten, dich zunächst auf die allerwichtigsten Content-Elemente zu konzentrieren bevor du den Content für die grösseren Screens ausweitest. Folge: Kein Informationsverlust durch komprimieren.
  • Nutze den built-in mobile Emulator von Chrome, um zu testen, wie eine Website auf unterschiedlichen Devices wiedergegeben wird und reagiert

CONTENT is King

Da der Inhalt bekanntlich ausschlaggebend für den Erfolg einer Website ist, solltest du möglichst kreativen Content produzieren. Wie das geht hat Paul Jackson in 3 Steps gezeigt:

  • Verstehe deine Zielgruppe: Was wissen sie, was wissen sie nicht? Was haben sie getan, was haben sie noch nicht getan? Wie denken sie und wie verhalten sie sich?
  • Identifiziere ihre Interessen und Zweifel: Was müssen sie wissen, um eine Entscheidung fällen zu können?
  • Liefere eine Content Lösung: Finde eine Antwort auf ihre Zweifel und Interessen in Form von Content, der ihnen dabei hilft, Entscheidungen zu fällen.

Statt einer „About Me“ – Seite für eine Hochzeitsfotografin empfiehlt sich beispielsweise ein Video, das sie bei ihrer Arbeit zeigt und so ein “echtes”  Bild von ihr und ihrer Arbeitsweise vermittelt wird.

Steve Morgan und einige andere Speaker gaben uns dann auch einige Content Ideen für Blogs an die Hand:

  • Experteninterviews
  • „Back in the old days“
  • Crowdsourced Posts
  • Gäste-Blogposts
  • Quiz und Wettbewerbe
    • Gestalte sie unterhaltsam! Dann brauchst du weniger finanzielle Anreize und kannst bessere & längerfristigere Beziehungen zu deinen Usern aufbauen.

A good idea that sticks!

Und was macht nun eine gute, kreative Idee wirklich aus? Laut Hanna Smith ist sie einfach, unerwartet, konkret, glaubhaft, emotional, story-driven und sharable.

Nutze Bilder für Social Media!

Apropos sharable.. Beim Teilen des Contents auf Social Media solltest du unbedingt Bilder einsetzen: Die Integration von Bildern kann einen immensen Mehrwert generieren und die CTR extrem erhöhen. Dies zeigte Erica McGillivray am Beispiel für YouMoz: Mit der Nutzung von Bildern bei Social Media Posts zur Promotion von Blogbeiträgen erhöhte  sich die CTR durchschnittlich um 468.95%.

Dabei solltest du Bilder verwenden, die positive, gewagte und interessante Messages vermitteln. Sie sollten den Sharer in ein positives Licht rücken, damit er den Content auch teilt.

..oder ist jetzt doch nicht Content, sondern CONTEXT King?

Laut Ian Miller schon. Damit Suchmaschinen Content wirklich verstehen und ihn ranken, solltest du  auf Context bauen statt Content nur auf Keywords zu optimieren. Beachte dabei die 3 Säulen des Context: On Site, On Page und In Moment. Und was kannst du dir nun zunutze machen?

  • On Site: Content hubs
  • On Page: Synonyme, Semantics und Entities, Schema und Bilder
  • In Moment: Mobile first (Denke an das veränderte Suchverhalten, das damit einhergeht & nutze es für deinen Content: Wie, wann & wo wird nach etwas gesucht?)

Context ist also für Content King!

Nutze Social Media als Datenquelle für Semantic Keyword Research!

Ein wiederkehrendes Thema war auch das veränderte Suchverhalten, das u.a. mit Hummingbird und Google Now einhergeht. Suchmaschinen setzen immer mehr auf semantische Suchtechnologien, um Webseiten und User-Suchverhalten zu verstehen. So kann Google Suchen stärker personalisieren und versteht die Absicht hinter eine Suchanfrage wesentlich besser. Daher musst du als SEO verstehen wie Sprache und Keywords miteinander interagieren.

Hierfür solltest du semantische Keyword Recherchen durchführen. Laut Paul Saphiro bietet sich hier Social Media als Datenquelle besonders gut an. Social Media helfen bei der Identifizierung neuer Keywords, sind von Haus aus conversational und bieten Anhaltspunkte wie Conversation Queries formuliert werden. Als ultimatives Tool, das dich bei der Optimierung für Semantic Search unterstützen kann, empfiehlt Saphiro KNIME und dessen Visualisierungen:

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Quelle: Paul Saphiro, Slides BrightonSEO 2015

 

Link Building… oder auch Marketing

Combine great content with great links!

Um eine Chance zu haben, auf der ersten Seite von Google zu landen, solltest du grossartigen Content mit grossartigen Links kombinieren. Hierfür eignen sich Wikipedia Citations und Broken Links, auch Sponsorships sind eine gute Möglichkeit, um Links zu bekommen.  Alle „10 ways to build a link in 20 Minutes“ von Matthew Barby findet ihr hier.

Stop thinking about links, think about publicity!

Folgt man im Gegensatz dazu Samuel Scott, solltest du traditionelle Link Building Massnahmen wie Submissions und Linkbait vergessen und stattdessen „richtiges“ Marketing machen. Links seien ein natürliches Nebenprodukt von gutem Marketing und Link Building lediglich ein anderer Name für Marketing, PR und Publicity. Sein Fazit also:

Do real marketing & PR and the best links will come themselves. You’ll never have to worry about Penguin.

Und was ist damit jetzt genau gemeint?

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Samuel Scott, Slides BrightonSEO 2015

Alle waren sich jedoch dahin gehend einig, dass man versuchen sollte, natürliche Links zu generieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir von der BrightonSEO hinsichtlich Content Strategy, Content Marketing und Link Building viele Insights und Trends mitgenommen haben und uns jetzt schon auf die nächste BrightonSEO im Herbst freuen!

Anna-Lena Muller

Seit ihrem Abschluss als Master of Science in Business & Economics widmet sich Anna-Lena Wohlschlag ihrer Begeisterung für die schnelllebige Online-Marketing-Welt. Dabei setzt sie sich bei BlueGlass als Head of Strategy & Projects vertieft mit Search-Daten und Nutzerverhalten auseinander und erstellt Online Marketing Strategien für Kunden unterschiedlicher Branchen.

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