Seit einiger Zeit sehen sich Werbetreibende mit den einschränkenden Folgen des Meta Sensitive Ads Update 2025 konfrontiert – dies insbesondere im Bereich Health und Wellness. Denn: In diesen sind Tracking und Optimierungen von Kampagnen auf Meta betroffen. Es handelt sich um ernstzunehmende Einschränkungen, die gar ein Ende von Performance Advertising im Health- und Wellness-Bereich bedeuten könnten. Wir klären Sie darüber auf, was es mit dem Update auf sich hat, welche Einschränkungen bestehen und welche Lösungsansätze Ihnen derzeit weiterhelfen können.
Inhaltsverzeichnis:
- Meta Sensitive Ads Update 2025 – das Wichtigste in Kürze
- Folgen des Sensitive Ads Update 2025
- Warum wurde das Sensitive Ads Update 2025 eingeführt?
- Die Einschränkungen des Meta Sensitive Ads Update
- Einschränkungen von Lower-Funnel-Events
- Komplette Blockierung
- Unklare Definitionen sorgen bei Werbetreibenden für Kopfzerbrechen
- Lösungsansätze für Advertiser
- Fazit
Meta Sensitive Ads Update 2025 – das Wichtigste in Kürze
In den vergangenen Jahren hat Meta immer wieder Massnahmen zur Regulierung von Nutzerdaten ergriffen. Das Sensitive Ads Update 2025 folgt dieser Tendenz nun. Durch das Update wird die Steuerung von Kampagnen (Campaigns) erschwert. Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce und D2C, welche stark auf Meta-Ads als Neukundenkanal angewiesen sind, trifft dies besonders hart. Ohne Conversion-Tacking können Events nicht mehr optimiert werden. Die Kampagneneffizienz wird dadurch drastisch gesenkt.
Tipp: Advertiser sollten ihre Strategie überarbeiten, in Betracht ziehen, auf weitere Kanäle zu setzen und First-Party-Daten zu nutzen.
Zurzeit bestehen keine Möglichkeiten, die Einschränkungen zu beeinflussen oder zu umgehen. Auch ein Eingriff aus Sicht der Tracking-Umsetzung ist nicht möglich. Darüber hinaus sind auch tiefergehende Analysen der Meldungen im Events Manager unmöglich. Liegen Einschränkungen vor, können derzeit einzig Korrekturen, respektive Optimierungen auf Ebene des Kampagnen-Setups vorgenommen werden.
Folgen des Sensitive Ads Update 2025
- Einschränkungen für Conversion-Tracking:
Seitdem das Sensitive Ads Update 2025 in Kraft getreten ist, werden gewisse Events, welche sich im Mid- und Lower-Funnel abspielen, beispielsweise «Add to Cart», «Purchase» oder App-Events, blockiert. - Kein Zugriff auf Pixel- oder CAPI-Daten:
Brands aus dem Bereich Health und Wellness haben durch das Update wichtige Optimierungsmöglichkeiten verloren, da Conversion API (CAPI) sowie Meta-Pixel für diese Bereiche stark eingeschränkt oder gar deaktiviert worden sind. - Kategorisierung sensibler Themen: Neu klassifiziert Meta Websites und Apps strenger, vor allem, wenn diese mit Gesundheit, medizinischen Themen oder aber mit persönlichen Nutzerdaten in Verbindung stehen.
Warum wurde das Meta Sensitive Ads Update 2025 eingeführt?
Aufgrund übertriebener Werbeversprechen ist Meta in der Vergangenheit bereits mit rechtlichen Problemen konfrontiert worden. Deswegen stand Meta unter hohem Druck. Es galt, irreführende Aussagen in der Werbung zu reduzieren und mehr Transparenz in Ads zu schaffen. Das primäre Ziel des Updates besteht in der strikteren Reglementierung der Erfassung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten.
Mit den Massnahmen, die Meta ergriffen hat, versucht sich das Technologieunternehmen zudem vor Brands zu schützen, welche Plattformen wie Instagram oder Facebook nutzen, um darüber reisserische Werbeversprechen zu machen. Kurz: Meta versucht sich durch das Sensitive Ads Update vor möglichen rechtlichen Konsequenzen abzusichern. Vor diesem Hintergrund wird auch deutlich, weswegen insbesondere der Bereich Health & Wellness betroffen ist. Schliesslich werden in diesem Bereich oft Produkte mit grossen (oft nicht gerade realistischen) Versprechen beworben.
Die Einschränkungen des Meta Sensitive Ads Update
Meta kategorisiert Websites, welche unter die Kategorien «Health & Wellness» oder «Finance» fallen. Eine solche Kategorisierung kann zu folgenden Konsequenzen führen:
Core Setup
- Websites, welche in das Core Setup verschoben werden, verlieren wichtige Datenfunktionen.
- Aus den erhobenen Daten werden URL-Pfade entfernt. Anstelle eines gesamten Pfades wird nur noch der Domainname angegeben. Dadurch ist nicht mehr ersichtlich, auf welcher Unterseite das Signal schliesslich ausgelöst wurde.
- Die Zielgruppenbildung basierend auf komplexen Filter- und Event-Parametern kann nicht mehr durchgeführt werden.
- Zielgruppen, welche auf spezifischen URL-Pfaden basieren, können nicht mehr mit historischen Daten erstellt werden und wachsen ausserdem langsamer.
Zielgruppen, welche die URL-Pfade und zusätzliche Kriterien wie etwa «Device» kombinieren, funktionieren nicht mehr und können nicht für Kampagnen verwendet werden.
Einschränkungen von Lower-Funnel-Events
- Zentrale Ereignisse wie Initiate Checkout, Add to cart oder Purchase können blockiert sein.
- Solche Events stehen weder für die Kampagnenoptimierung noch für die Kampagnenmessung zur Verfügung.
Komplette Blockierung
- Für gewisse Domains kann eine vollständige Deaktivierung des Pixels stattfinden.
- Unabhängig von der Messmethode findet keine Signalübermittlung mehr statt.
- Optimierungen und Schaltungen von Kampagnen werden stark eingeschränkt.
Tipp: Ein Performance-Einbruch kann als erster Hinweis auf eine Blockierung gelesen werden. Die Einschränkung wird im Events Manager durch einen Hinweistext sichtbar.
Unklare Definitionen sorgen bei Werbetreibenden für Kopfzerbrechen
Eines der grössten Probleme des Updates besteht darin, dass vielen im ersten Moment nicht klar ist, dass ihre eigene Marke betroffen sein könnte. Offensichtliche medizinische Themen wie Krankheitsbehandlungen sind eingeschlossen. Doch auch Themen wie Gewichtsverlust, Nahrungsergänzungsmittel sowie Anti-Verspannungsprodukte können von den Einschränkungen betroffen sein.
In den USA waren bisweilen auch gewisse Periodentracking- oder Schwangerschaftsapps betroffen. Bisher bietet Meta keine transparenten Kriterien für die Kategorisierung an, was konkret alles unter «Health & Wellness» fällt, bleibt daher nur schwer zu fassen und muss entsprechend von Fall zu Fall geprüft werden.
Lösungsansätze für Advertiser
Sie sind als Advertiser von den Einschränkungen des Meta Sensitive Ads Update 2025 betroffen? Mit den folgenden Lösungsansätzen können Sie die Auswirkungen minimieren:
1.Kategorisierung prüfen:
- Als Betroffene sollten Sie prüfen, ob die Einstufung der eigenen Domain tatsächlich korrekt ist.
- Falls dies nicht der Fall ist, können Sie dagegen Einsprache erheben.
2.Kampagnenstrategie anpassen:
- Wechseln Sie nach Möglichkeit auf Awareness-, Engagement- oder Traffic-Kampagnen.
- Mit externen Tools wie Google Analytics können Sie Conversions auswerten.
3. Alternative Formate nutzen:
- Lead Ads mit Lead Forms oder Messenger Ads bieten noch immer volle Funktionalität.
- Solche Formate eignen sich speziell gut dafür, Leads zu generieren oder direkte Kommunikation mit möglichen Kunden zu ermöglichen.
4. Fokus auf Content-Marketing setzen:
- Bauen Sie organische Reichweite durch wertvollen organischen Content auf.
- Nutzen Sie SEO-Strategien, um Sichtbarkeit und Traffic zu erhöhen.
Fazit
Es ist offensichtlich, dass das Sensitive Ads Update von Meta Unternehmen, respektive Werber und Werberinnen vor grosse Herausforderungen stellt. Für viele Unternehmen können die Conversion-Tracking-Einschränkungen das Ende von Performance Advertising auf Meta-Plattformen bedeuten. Insbesondere die unklare Definition von Kategorien wie etwa «Health & Wellness» ist problematisch. Die Lösung für dieses Problem besteht augenscheinlich darin, dass Advertiser proaktiv zu handeln, Kampagnenstrategien zu überarbeiten und zu beginnen, alternative Lösungsansätze in Betracht zu ziehen.
Um die Auswirkungen des Meta Sensitive Ads Update 2025 abzufedern, ist ein Mix aus neuen Kampagnenformaten, Content-Marketing und externer Tools empfehlenswert. Ob Meta Werbern und Werberinnen künftig entgegenkommt und Klarheit schafft, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon, ob dies eintreten wird oder nicht, ist heute mehr denn je ein Fokus auf regelmässiges Monitoring und schnelles Handeln zu legen. Konkret bedeutet das, dass Kampagnen regelmässig überprüft werden sollten und bei Performance-Einbrüchen der Events Manager auf Meldungen und Hinweise geprüft werden muss.