Suchmaschinenoptimierung

Recap SEOkomm 2015 – Takeaways und Insights

Blogheader recap seokomm 2015 by blueglass

Unter dem diesjährigen Motto “Ganz grosses Kino” traf sich die DACH-SEOSzene am 20. November 2015 an der bereits 6. SEOkomm in Salzburg.

Neben sehr inspirierenden Vorträgen durften wir auch eine tolle Organisation von den Gastgebern Uschi und Oliver Hauser, leckeres Essen und eine gelungene Networking-Party geniessen.

Make pages for search engines but market to people #slidestorm

Die Hauptthemen der Konferenz fasste Marcus Tandler in seiner überzeugenden Keynote bestehend aus 423 Slides zusammen. Sein Vortrag stand unter dem Motto “Make Users Happy” und welche Änderungen sich damit im Zusammenhang mit Machine learning – #rankbrain – für Rankings & Suchmaschinenoptimierung ergeben.

Durch das ständige Weiterentwickeln der Suchmaschinen rücken qualitative Kennzahlen wie CTR, Verweildauer (Long Click), Page Visits und Anzahl wiederkehrende Nutzer immer mehr in den Fokus. Denn Google geht es in erster Linie darum, den User zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu erreichen und sein Bedürfnis zu befriedigen – #micromoments. Im Hinblick dessen muss dem User ausgezeichneter Content bereitgestellt werden, um ihn möglichst lange auf der Seite zu behalten und ihn davon zu überzeugen wiederzukehren. Videos bieten daher Potential für SEOs, auch deshalb da Google vermehrt Videos in die SERPs integrieren könnte um im Wachstumsmarkt bestehen zu bleiben.

Vor dem Hintergrund von “Mobile First” bietet ausserdem Page Speed grosses Potenzial für SEO. Um seine These Google sei besessen von Page Speed zu stützen, führte Tandler einige beeindruckende Statistiken auf: So erwarten 47% der User, dass eine Website innerhalb von 2 Sekunden geladen wird. Wenn ein Inhalt nicht binnen 3 Sekunden da ist, verlassen viele die Website wieder, was dazu führt, dass eine Verzögerung der Ladezeit von nur einer (!) Sekunde die Conversionrate um 7% senkt. In diesem Zusammenhang erwähnte Tandler auch Accelerated Mobile Pages (AMP), eine neue Open Source Initiative mit dem Ziel die Performance des Mobile Webs enorm zu verbessern. Seiner Meinung nach dürfen wir AMP wohl bald auch als neuen Rankingfaktor begrüssen.

Ausserdem kam Marcus auf die Problematik zu sprechen, der sich Google mit dem veränderten Suchverhalten mobiler User und der Monetarisierung von Suchanfragen gegenüber sieht. Denn User wollen heute alles überall und sofort auf ihre individuellen Bedürfnisse herunter gebrochen. Nur noch 0,925mal sucht der durchschnittliche Mobile User am Tag bei Google und viele dieser Suchen sind navigational Queries. Transaktionale Suchanfragen werden bereits vermehrt bei Amazon durchgeführt oder direkt in Apps gestellt und abgefangen. Die Suche läuft somit Gefahr nicht mehr so wichtig zu sein wie ein gut bestückter App Store. Tandler ging hier auch kurz auf App Streaming und somit den Versuch von Google ein, seine User innerhalb des eigenen Ökosystems zu befriedigen, da App Inhalte auch ohne App Indexing für die User zugänglich gemacht werden. Google versucht die Abwanderung von Web zu App zu verlangsamen. Um die Bedürfnisbefriedigung der User noch weiter auszubauen werden zunehmend auch passive Suchanfragen beantwortet. Google agiert proaktiv und liefert Antworten bereits ohne dass die Frage gestellt wurde. Denn die Zukunftsmusik der Suche lautet nicht “people find things”, sondern “things find people”.

#alternativeSuchsysteme

SEO = Optimierung kontextueller Findbarkeit und Erwartungskonformität digitaler Assets für Suchende

Karl Kratz forderte seine Zuhörer auf, von der Google-Blindheit abzukommen, denn “Google ist gut für ‘Alles’, aber schlecht für Spezielles”. Er gab Denkanstösse mit Fragen wie: Was passiert mit Rankings, wenn die Geräte, mit denen wir umgehen, kein Display oder keine Tastatur mehr haben? Im Hinblick auf sich verändernde Geräte und Technologien, kognitiven Fähigkeiten, Ort und Zeit sowie umgebende Systeme solle man sich Gedanken zu alternativen Suchsystemen machen, von denen es ausser Google alleine in Deutschland weitere 120 000 gibt. Die Ereignisse und Probleme der Bedarfsgruppe definieren das verwendete Suchsystem, denn wir brauchen nicht viel Traffic, sondern die richtigen Besucher. Daher müssen wir dorthin gehen, wo diese sich digital outen – z.B. auf Amazon, Yelp, Bing, Wikipedia, meinestadt.de, gutefrage.net, App Store, Facebook, YouTube etc. Wir müssen raus aus der SEO & SEA Denke und weg von Google hin zu systemübergreifender Findbarkeit und Diversifizierung.

sketchnote-karl-kratz-an-der-seokomm
Sketchnote von Ines Schaffranek.

#keinSEOGedöns

Der Konsens der morgigen Keynote fand sich auch in den Vorträgen des SEO-Hardcore- und Strategie-Tracks wieder. Der User und seine Bedürfnisse stand im Vordergrund. Landing Pages sollten für den User gestaltet werden, weswegen beispielsweise SEO-Texte auf Kategorien- oder Produktseiten langsam ausgedient haben sollten. Zudem wurden uns einige hilfreiche Anwendungstipps vermittelt und auch Johannes Müller von Google stellte sich den Fragen der SEOs und fand auf jede der Fragen eine Antwort.

Marcus Vollmert empfahl Content Gruppen und spezifische Ziele in Google Analytics anzulegen. Mario Träger zeigte uns unter anderem, wie man Inhalte der XML-Sitemaps über Screaming-Frog prüfen und mit dem Webcachetest herausfinden kann, ob diese indexiert sind. Bastian Grimm griff nochmals die Relevanz von PageSpeed auf. Wie ihr das Maximum an Performance für Mobile und Desktop Webseiten herauskitzelt, erfahrt ihr in seinem Vortrag “Mehr (Page-)Speed geht nicht!”. Besonders spannend war für uns auch Jens Fauldraths Vortrag zu SEO Controlling. Er forderte seine Zuhörer auf, Reportings in der Sprache der Empfänger zu schreiben – #keinSEOGedöns – und mit KPIs die Aufmerksamkeit in Reports auf die wichtigen Punkte zu lenken. Ausserdem sollte ein perfektes SEO-Reporting den kompletten Konversionspfad abbilden und die Conversions und Entwicklung anhand eines eigenen, auf das jeweilige Geschäft zugeschnittenen Index tracken.

Für uns – Nicole, Marion und Anna-Lena – war es die erste SEOkomm. Unser Fazit: Wir kommen im nächsten Jahr wieder! Die Qualität der Vorträge sowie das Rahmenprogramm haben uns überzeugt.

#sacherwargeil BlueGlass an der SEOkomm

Anna-Lena Muller

Seit ihrem Abschluss als Master of Science in Business & Economics widmet sich Anna-Lena Wohlschlag ihrer Begeisterung für die schnelllebige Online-Marketing-Welt. Dabei setzt sie sich bei BlueGlass als Head of Strategy & Projects vertieft mit Search-Daten und Nutzerverhalten auseinander und erstellt Online Marketing Strategien für Kunden unterschiedlicher Branchen.

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